Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
IT-Dienstleistungen | Elektrohandel | Smarthome-Beratung, Programmierung & Betreuung
ALRA Smarthome Consulting e.U.
Kapellenanger 16
7323 Ritzing
office@alra-smarthome.at
+43 699 13158547
Firmenbuchnummer: 593103k
Stand: März 2026
§ 1 Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen ALRA Smarthome Consulting e.U. (nachfolgend „Auftragnehmer") und seinen Auftraggebern (nachfolgend „Auftraggeber") über die Erbringung von IT-Dienstleistungen, insbesondere die Beratung, Programmierung und Betreuung von Smarthome-Systemen.
1.2 Diese AGB gelten sowohl gegenüber Unternehmern (B2B) als auch gegenüber Verbrauchern (B2C) im Sinne des österreichischen Konsumentenschutzgesetzes (KSchG). Soweit einzelne Bestimmungen ausschließlich für Unternehmer oder ausschließlich für Verbraucher gelten, ist dies ausdrücklich vermerkt.
1.3 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, sofern der Auftragnehmer ihrer Geltung nicht ausdrücklich und schriftlich zugestimmt hat.
§ 2 Vertragsschluss
2.1 Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet wurden.
2.2 Ein Vertrag kommt zustande durch die schriftliche oder elektronische Auftragsbestätigung des Auftragnehmers oder durch Beginn der Leistungserbringung.
2.3 Mündliche Nebenabreden bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der schriftlichen Bestätigung durch den Auftragnehmer.
§ 3 Leistungsumfang
3.1 Der Auftragnehmer erbringt folgende Dienstleistungen:
- Beratung: Analyse von Anforderungen und Planung von Smarthome-Lösungen, Systemauswahl sowie Konzeptentwicklung.
- Programmierung: Konfiguration, Einrichtung, Skripting und individuelle Programmierung von Smarthome-Systemen
- Betreuung: Wartung, Fehlerdiagnose, Updates und laufender Support für bestehende Smarthome-Installationen.
3.2 Leistungen werden je nach Vereinbarung erbracht:
- Vor Ort beim Auftraggeber: Techniker werden am vereinbarten Standort tätig.
- Remote / Fernwartung: Leistungen werden per Fernzugriff erbracht, sofern eine geeignete Infrastruktur vorhanden ist und der Auftraggeber hierzu seine Zustimmung erteilt.
- Auf Projektbasis: Umfang, Termine und Vergütung werden im Einzelfall schriftlich vereinbart.
3.3 Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder der Auftragsbestätigung. Änderungen oder Erweiterungen des Leistungsumfangs bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung und können zu einer Anpassung der Vergütung führen.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
4.1 Der Auftraggeber ist verpflichtet, den Auftragnehmer bei der Erbringung der Leistungen in zumutbarer Weise zu unterstützen, insbesondere:
- Zugang zu den betreffenden Räumlichkeiten, Systemen und Netzwerken zu gewähren.
- Erforderliche Zugangsdaten und Informationen rechtzeitig bereitzustellen.
- Bei Fernwartung eine stabile Internetverbindung sowie die notwendige technische Infrastruktur bereitzustellen.
- Ansprechpartner für Rückfragen zu benennen und erreichbar zu halten.
4.2 Verzögerungen oder Mehraufwände, die durch eine nicht fristgerechte oder unvollständige Mitwirkung des Auftraggebers entstehen, gehen zu dessen Lasten. Der Auftragnehmer ist berechtigt, entstandenen Mehraufwand gesondert in Rechnung zu stellen.
4.3 Der Auftraggeber ist verpflichtet, vor Beginn der Arbeiten eine vollständige Datensicherung der betroffenen Systeme vorzunehmen. Der Auftragnehmer übernimmt hierfür keine Verantwortung.
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
5.1 Die Vergütung richtet sich nach dem vereinbarten Angebot. Sofern keine Pauschalvergütung vereinbart wurde, erfolgt die Abrechnung nach tatsächlich erbrachtem Zeitaufwand auf Basis des jeweils gültigen Stundensatzes des Auftragnehmers.
5.2 Fahrtzeiten und Reisekosten für Vor-Ort-Einsätze werden separat berechnet, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
5.3 Rechnungen sind binnen 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zu bezahlen, sofern nichts anderes schriftlich vereinbart wurde.
5.4 Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 4 % p. a. (gegenüber Verbrauchern) bzw. 9,2 % p. a. über dem Basiszinssatz (gegenüber Unternehmern) zu verrechnen. Darüber hinaus kann eine Mahnpauscha le in gesetzlicher Höhe geltend gemacht werden.
5.5 Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders angegeben, zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
§ 6 Termine und Fristen
6.1 Vereinbarte Termine und Fristen sind verbindlich, sofern sie ausdrücklich als solche bezeichnet wurden. Ansonsten handelt es sich um unverbindliche Zeitangaben.
6.2 Höhere Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, Pandemien, Lieferengpässe bei Drittanbietern) sowie unvorhergesehene technische Schwierigkeiten, die nicht im Einflussbereich des Auftragnehmers liegen, können zu Terminverschiebungen führen. Der Auftraggeber wird hierüber unverzüglich informiert.
§ 7 Gewährleistung und Mängelrüge
7.1 Für Mängel an erbrachten Leistungen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen.
7.2 Gegenüber Unternehmern gilt: Offensichtliche Mängel sind unverzüglich, spätestens innerhalb von 5 Werktagen nach Abnahme der Leistung schriftlich zu rügen. Versteckte Mängel sind unverzüglich nach Entdeckung zu melden. Die Gewährleistungsfrist beträgt 12 Monate ab Leistungserbringung, sofern gesetzlich keine längere Frist zwingend vorgeschrieben ist.
7.3 Gegenüber Verbrauchern beträgt die Gewährleistungsfrist 2 Jahre ab Übergabe gemäß den Bestimmungen des ABGB und des VGG.
7.4 Der Auftragnehmer ist zur Verbesserung oder zum Austausch berechtigt, bevor Preisminderung oder Wandlung geltend gemacht werden kann.
7.5 Keine Gewährleistung besteht für Mängel, die durch unsachgemäße Bedienung, eigenmächtige Eingriffe durch den Auftraggeber oder Dritte, nicht autorisierte Hard- oder Softwareänderungen oder äußere Einwirkungen verursacht wurden.
§ 8 Haftungsbeschränkung
8.1 Der Auftragnehmer haftet für Schäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
8.2 Gegenüber Verbrauchern bleibt die gesetzliche Haftung bei Personenschäden unberührt.
8.3 Der Auftragnehmer haftet nicht für Schäden, die durch fehlerhafte oder unvollständige Angaben des Auftraggebers entstehen, durch Eingriffe Dritter in das System, durch nicht autorisierte Änderungen oder durch höhere Gewalt.
8.4 Eine Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden oder Folgeschäden ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
8.5 Der Auftragnehmer empfiehlt dem Auftraggeber ausdrücklich, regelmäßige Datensicherungen vorzunehmen. Eine Haftung für Datenverlust besteht nur, soweit dieser auf grobem Verschulden des Auftragnehmers beruht.
§ 9 Fernwartung – besondere Bestimmungen
9.1 Die Durchführung von Fernwartungsleistungen setzt die ausdrückliche Zustimmung des Auftraggebers im Einzelfall voraus.
9.2 Der Auftraggeber stellt sicher, dass der Fernzugriff nur für die Dauer des konkreten Serviceeinsatzes aktiv ist. Nach Abschluss des Einsatzes wird der Zugang auf Wunsch des Auftraggebers unverzüglich beendet.
9.3 Für die Sicherheit der Netzwerkinfrastruktur auf Seiten des Auftraggebers trägt dieser selbst die Verantwortung.
§ 10 Datenschutz
10.1 Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Auftraggebers ausschließlich zur Vertragserfüllung und im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG).
10.2 Nähere Informationen zur Datenverarbeitung entnehmen Sie bitte der gesonderten Datenschutzerklärung des Auftragnehmers.
10.3 Im Rahmen von Fernwartungseinsätzen kann der Auftragnehmer vorübergehend Zugriff auf Systeme des Auftraggebers erhalten, auf denen sich personenbezogene Daten befinden. Sofern der Auftragnehmer dabei als Auftragsverarbeiter tätig wird, ist eine gesonderte Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abzuschließen.
§ 11 Vertraulichkeit
11.1 Beide Vertragsparteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen (technische Daten, Zugangsdaten, Geschäftsgeheimnisse) vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
11.2 Diese Pflicht gilt auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.
§ 12 Urheberrecht und Nutzungsrechte
12.1 Alle vom Auftragnehmer erstellten Skripte, Programme, Konfigurationen und sonstigen Arbeitsergebnisse unterliegen dem Urheberrechtsschutz.
12.2 Mit vollständiger Bezahlung des vereinbarten Entgelts erhält der Auftraggeber ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die im Vertrag definierten Zwecke.
12.3 Eine Weitergabe, Vervielfältigung oder Bearbeitung der Arbeitsergebnisse durch den Auftraggeber ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Auftragnehmers ist untersagt.
§ 13 Kündigung und Vertragsbeendigung
13.1 Verträge auf unbestimmte Dauer können von beiden Parteien mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende schriftlich gekündigt werden, sofern im Einzelvertrag nichts anderes vereinbart ist.
13.2 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Auftraggeber trotz Mahnung mit der Zahlung fällig gestellter Beträge in Verzug ist oder wesentliche Vertragspflichten schwerwiegend verletzt.
13.3 Bei Beendigung des Vertrages sind dem Auftraggeber alle ihm gehörenden Daten und Zugangsinformationen in einem gängigen Format zur Verfügung zu stellen.
§ 14 Verbraucherrecht – Widerrufsrecht
Dieser Abschnitt gilt ausschließlich für Verbraucher im Sinne des KSchG.
14.1 Verbrauchern steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen oder bei Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu.
14.2 Der Verbraucher kann binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen den Vertrag widerrufen. Die Widerrufsfrist beginnt mit Vertragsschluss.
14.3 Hat der Verbraucher ausdrücklich verlangt, dass mit der Leistungserbringung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und wird der Vertrag widerrufen, so ist der Verbraucher verpflichtet, anteiligen Wertersatz für die bereits erbrachten Leistungen zu leisten.
14.4 Der Widerruf ist zu richten an:
ALRA Smarthome Consulting e.U., Kapellenanger 16, 7323 Ritzing, office@alra-smarthome.at
§ 15 Schlussbestimmungen
15.1 Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
15.2 Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Unternehmern ist der Sitz des Auftragnehmers.
Für Verbraucher gelten die zwingenden gesetzlichen Gerichtsstände gemäß JN.
15.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
15.4 Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.